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Tätigkeitsbericht der BürgerStiftung Hildesheim für das Jahr 2010
Die Zahl der Stifter in der BürgerStiftung Hildesheim erhöhte sich im Jahresverlauf auf 178. Das Stiftungskapital stieg gegenüber Jahresbeginn einschließlich der 9 von ihr verwalteten Treuhandeinrichtungen um 98.000,- € auf 1,510 Mio € an.
Im Frühjahr wurde zum 6. Mal das „Hildesheimer Bürgermahl“ in der erneut ausverkauften Glashalle der Sparkasse Hildesheim durchgeführt. Der Überschuß dieses Benefizabends in Höhe von gut 10.000,- € kam wieder Förderprojekten zugute.
Die BürgerStiftung Hildesheim beteiligte sich erfolgreich an einer deutschlandweiten „Alt-Handy-Sammelaktion“ des Deutschen Stifterverbandes und der Firma Vodafone: mit mehr als 1.000 Altgeräten erzielte sie das zweitbeste Sammelergebnis und bekam dafür einen Sonderpreis von 2.000,- € neben dem Erlös aus den verwerteten alten Handys in Höhe von 3.318,- €, insgesamt also 5.318,- €.
Am 30. Oktober wurde in der Glashalle der Sparkasse Hildesheim der 2. Hildesheimer Stiftungstag durchgeführt. 27 Stiftungen beteiligten sich, darunter die BürgerStiftung Hildesheim, die auch im Vorbereitungskomitee mitarbeitete. Die Besucher konnten Einsichten in die Projekte der einzelnen Stiftungen gewinnen und Fachvorträge anhören.
Zum Jahresende erschien im Limosa-Verlag ein neues Hildesheim-Buch. In ihm wird auf 2 Seiten auch ausführlich über die Arbeit der BürgerStiftung Hildesheim berichtet.
Im Verlauf des Jahres wurden 2 Förderwettbewerbe abgeschlossen:
Mit dem zum 2. Mal ausgeschriebenen Förderwettbewerb für Jugendprojekte konnten insgesamt 12.000,- € an 7 Jugendeinrichtungen für die Umsetzung geplanter gemeinnütziger Projekte ausgeschüttet werden. Diese reichen von Freizeitprojekten für bedürftige Kinder über Film- und Theaterprojekte Jugendlicher bis zum eigenen Schrebergarten für finanziell schwache Mütter und deren Kinder.
Um zusätzliche Ideen für Mehrgenerationenprojekte zu gewinnen, wurde ein Ideenwettbewerb Jung und Alt ausgeschrieben, bei dem die Projekte von Schülerfirmen durchgeführt werden sollten. 15 Schulen haben dazu beeindruckende Beiträge eingereicht und gezeigt, wie sich jüngere und ältere Menschen begegnen und dabei wechselseitig davon profitieren können. Beispiele sind: Erzählcafès, Hausaufgabenhilfen gegen Besorgungen, Museumsbesuche, gemeinsames Arbeiten auf einer Streuobstwiese, der Verkauf von in Schülerfirmen erstellten Produkten durch Ältere, Schulgeschichten erzählen und aufschreiben, Besuche in Altenheimen, gemeinsames Singen, Computerhilfen u.a. mehr. Im Februar 2011 werden diese Projekte allen interessierten Schulen in einem Workshop vorgestellt und zur Nachahmung empfohlen.
Ein Schwerpunkt der Fördertätigkeit der BürgerStiftung Hildesheim (E) steht dabei für Eigenprojekte der Bürgerstiftung, (F) für die Förderung von Projekten anderer gemeinnütziger Einrichtungen- lag in diesem Jahr in der Leseförderung von Kindern, die wir unter dem Titel „Lesezeichen“ zusammengefaßt haben. Dazu zählen neben der schon seit vielen Jahren geförderten Hildesheimer Jugendbuchwoche (F) die Förderung von Schulprojekten zur Migration von Ausländerkindern (F), das Projekt LernKuhlt der Universität Hildesheim (F) und das Lesestart-Projekt der Stadtbücherei Hildesheim für frühkindliches Lesen und Vorlesen (F).
Neben dem Sammelprojekt Lesezeichen wurden zahlreiche weitere Projekte nachhaltig, d.h. zum wiederholten Male, durchgeführt bzw. unterstützt, insbesondere die Weiterführung der kostenlosen sozialpsychologischen Betreuung von Dialysepatienten nun schon im 9. Jahr (E), die Seniorenbrücke in Hildesheimer Altenheimen (E), die Unterstützung bedürftiger Schüler bei innerdeutschen Klassenfahrten (E), das Projekt TonART in der Heimstatt Röderhof (E), der Bundeswettbewerb Jugend musiziert (F), zahlreiche Sucht- und Gewaltpräventionsprojekte in Schulen des Landkreises (F), die Kindertheaterreihe SchauSpielPlatz im Theaterhaus Hildesheim (F), die Lebenserinnerungen des Forum Literaturbüro (F), Trommelgruppen in Hildesheimer Schulen (E),
die Schülerfirmenmesse (F), das Projekt Ran an den Computer (Schüler helfen Senioren, F) sowie die weitere Förderung von Selbsthilfegruppen (E, bisher 60mal).
Hinzu kamen u.a. die erstmalige Förderung:
des HOWEI-Theater für Behinderte mit dem Stück „Der Menschenfeind“ (F), der Manege Ost für Jung und Alt im Mehrgenerationenhaus (F),
der Film-Dokumentation des Stoffbandes zur Verbindung der Welterbestätten (F), des Projekts des Theaterpädagogischen Zentrums gegen Rechtsradikalismus (F), des Auftritts der Meistersinger junior, wobei fast 300 fröhliche Kinder im Theater für Niedersachsen gemeinsam Volkslieder sangen (F), eines Internet-Cafès für psychisch beeinträchtigte Mitbürger (F), von Instrumenten für Keyboard-Klassen der Anne-Frank-Schule (F), des Mittagessens für bedürftige Kinder der Didrik-Pining-Schule (F), des Aufbaus einer Kinderfeuerwehr in Salzdetfurth (F), der Errichtung der Kinderkiste studentischer Eltern (F), der Abschlußveranstaltung der Jazz-Rock-Blues-Werkstatt (F), des Zirkusprojekts Ramba Zamba in St. Ansgar (F) und des therapeutische Reitens für behinderte Jugendliche im Röderhof (F)
Die Finanzierung der vorgenannten Projekte setzt sich wie folgt zusammen:
Aus der Zustiftung „Linda Offschany“ wurden 2010 der Jugendprojekte-förderwettbewerb, das Zirkusprojekt Ramba Zamba in St. Ansgar und das therapeutische Reiten im Röderhof mit insgesamt 17.400,- € finanziert.
Aus weiteren Mitteln der BürgerStiftung Hildesheim wurden rund 58.600,- € eingesetzt.
Die von der BürgerStiftung Hildesheim derzeit verwalteten 9 Treuhandeinrichtungen:
Rotary-Stiftung Hildesheim-Rosenstock
Stiftungsfonds für die sozialpsychologische Betreuung von Dialysepatienten
Elisabeth-Käser Caritas-Stiftngsfonds
Stiftungsfonds Leukämie- und Lymphomhilfe
Beverina-Stiftungsfonds zur Förderung der Wissenschaften
Stiftungsfonds Gerda und Franz Wilhelm Schäfer
Stiftungsfonds Lions-ClubHildesheim
Stiftungsfonds Beatrice und Karl-Friedrich Bürrig
Rita Manseck Stiftungs-Treuhandfonds
schütteten im Jahr 2010 rund 21.700,- € für die Förderung der von deren Stiftern ausgewählten gemeinnützigen Projekte aus.
Insgesamt wurden 2010 somit für die Förderung von 50 Projekten rund 97.700,- € aufgewandt.
Alle Entscheidungen zur Anlage des Stiftungskapitals wurden im Anlagenausschuß mit ehrenamtlich tätigen Kapitalmarktexperten vorbereitet.
Der Stiftungsrat wählte im Juli Herrn Helmut Grieger als viertes Mitglied in den Vorstand.
Die Stifter wurden in Rundbriefen über die laufenden Aktivitäten informiert. Der Stiftungsvorstand informierte den Stiftungsrat halbjährlich ausführlich in gemeinsamen Sitzungen; alle Vorgehensweisen wurden grundsätzlich abgestimmt.
Hildesheim, den 22.Februar 2011
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